Interview

Münchner Sicherheitskonferenz: Warum zivile Sicherheit unter die Räder kommt

Rotmann 2026 Ukraine Infrastructure OJ
Ein Beispiel für zivile Sicherheit: der EU Civil Protection Mechanism EU liefert Stromgeneratoren und Transformatoren in die Ukraine.  | Photo: EU Civil Protection and Humanitarian Aid/flickr (CC BY-ND 2.0)
12 Feb 2026, 
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Constantin Schreiber

Die Münchner Sicherheitskonferenz steht vor der Tür und die Debatte läuft wie so oft auf Aufrüstung hinaus. 

In dieser Folge spricht Constantin Schreiber mit Philipp Rotmann über das, was dabei regelmäßig untergeht: Sicherheitspolitik ist mehr als Militär und beginnt bei Lieferketten, Energiesicherheit, Rohstoffen und der Frage, wie widerstandsfähig Staaten und Gesellschaften in Krisen sind. Rotmann warnt davor, dass ausgerechnet die zivilen Instrumente gerade wegbrechen, von Entwicklungszusammenarbeit bis humanitärer Hilfe, obwohl sie in vielen Konflikten die entscheidenden Stellschrauben sind.

Wir schauen auf Afrika als geopolitisches Spielfeld und darauf, warum Chinas Investitionen oft beeindruckend aussehen, aber nicht immer nachhaltig wirken und was Europa anders machen müsste, damit Kooperation vor Ort Rückhalt hat. Außerdem geht es um den deutschen Streit um das Image der Entwicklungspolitik, Stichwort Radwege in Peru, und um die Frage, wie man Interessen offen benennt, ohne in zynische Kurzfristdeals zu rutschen. Zum Schluss klären wir, warum Priorisieren in einer konkurrenzförmigeren Weltordnung zur Kernaufgabe wird und wo Deutschland politisch gerade zwischen Reformplan und Sparkurs hängt.

Dieses Interview wurde erstmals am 11. Februar 2026 im Podcast von Constantin Schreiber veröffentlicht.